Versorgungstechnik (BS)

Aufnahmevoraussetzungen

  • Interesse an technischen Sachverhalten
  • Ausbildungsvertrag
SHK1

Kurzbeschreibung

Der Ausbildungsberuf

Alle Menschen benötigen Wasser – sowohl kaltes als auch warmes. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dieses Wasser zu erwärmen, die Umsetzung ist jedoch von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. Auch Sanitärobjekte wie Bäder - für uns im täglichen Leben längst zur Selbstverständlichkeit geworden - müssen immer höhere Ansprüche an Hygiene, technische Funktionalität, optische Gestaltung und optimale Raumausnutzung erfüllen. Überall dort, wo Wasser gebraucht wird, entsteht auch Abwasser. Die Entsorgung dieses Abwasser - ebenfalls längst eine Selbstverständlichkeit in unserem täglichen Leben - erfordert ebenso ein großes Fachwissen wie die Beheizung des Gebäudes.Die meisten Menschen fühlen sich am wohlsten, wenn das Raumklima in Wohn- und Arbeitsbereich ausgeglichen ist. Dieses Raumklima wird durch Heizungs- Klima- und Lüftungsanlagen geregelt.

Bei all diesen beschriebenen Bereichen handelt es sich mittlerweile um hochmoderne Systeme, die bereits im Neubau oder nachträglich im Altbau installiert werden können. In jedem Fall sind maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Dieses erfordert gute Fachkenntnisse, handwerkliches Geschick, ein Gespür für optische Gestaltung und Kreativität. Außerdem spielen in diesem Berufsfeld der Umweltschutz und der sparsame Umgang mit der Heizenergie eine ganz entscheidende Rolle, deshalb sind genaue Kenntnisse über den aktuellen Stand der angewendeten Technik unerlässlich.

In diesem Beruf sind also kompetente Fachleute gefragt, die nicht nur über handwerkliches Geschick verfügen, sondern die darüber hinaus auch in der Lage sind, mit der schnell fortschreitenden Technik Schritt zu halten. Außerdem sollten diese Fachleute willens sein, sich über den jeweils aktuellen Stand der Verordnungen und Gesetze sowie Fördermöglichkeiten in diesen Bereichen zu informieren.


Der Berufsschulunterricht

Der Berufsschulunterricht ist folgendermaßen geregelt. Vom ersten Ausbildungsjahr bis zum dritten Ausbildungsjahr findet ein so genannter Blockunterricht statt. Dies bedeutet, dass die Auszubildenden von Montag bis Donnerstag zum Berufsschulunterricht in das Berufskolleg kommen, freitags gehen sie in den Ausbildungsbetrieb. Dieser Blockunterricht findet alle drei Wochen statt. In der anderen Zeit gehen die Auszubildenden in ihren Ausbildungsbetrieb oder zur Überbetrieblichen Ausbildung.

Im vierten Ausbildungsjahr wird dieser Blockunterricht aufgehoben. Die Auszubildenden kommen dann einmal pro Woche und zwar immer freitags zum Berufsschulunterricht.

Versorgungstechnik
Versorgungstechnik
Versorgungstechnik
Versorgungstechnik

Quelle: bbz Arnsberg, Überbetriebliche Ausbildung

Fächer / Stundentafel

Berufsbezogene Lernfächer 1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr

Planung und Fertigung von Anlagen

120 – 160* 140 100 80

Bearbeitung von Kundenaufträgen

40 - 80* 60 80

Inbetriebnahme und Instandhaltung

40 - 80* 80 100 60

Fremdsprachliche Kommunikation

0 - 40 0 - 40 0 - 40 0 - 20

Wirtschafts- und Betriebslehre

40* 40 40 20

* In die Lernfelder sind auf der Grundlage der „Elemente für den Unterricht der Berufsschule im Bereich Wirtschafts- und Sozialkunde gewerblich-technischer Ausbildungsberufe“ insgesamt 40 Unterrichtsstunden Wirtschafts- und Betriebslehre integriert. Die Bildungsgangkonferenz entscheidet, aus welchen Lernfeldern und somit aus welchen Bündelungsfächern der vorgesehene Stundenanteil im ersten Ausbildungsjahr entnommen wird.

Differenzierungsbereich

Die Stundentafeln der APO-BK, Anlage A 1.1, A 1.2, A 1.3 und A 1.4, gelten entsprechend.


Berufsübergreifende Lernbereiche 1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr

Deutsch/Kommunikation

40


Religionslehre

40


Sport/Gesundheitsförderung

40


Politik/Gesellschaftslehre

40


Lernfeldübersicht

Lernfeldübersicht

Der Fachraum

Besonders in der Berufsschule sollte die Theorie grundsätzlich mit praktischen Übungen an geeigneten Schulungsobjekten gefestigt werden. Die Handlungsfelder in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sind vielfältig und können nur in die Praxis umgesetzt werden, wenn die Schülerinnen und Schüler auch die Hintergründe bestimmter Techniken verstanden haben (360 Grad- Eindrücke)

Der Fachraum
Der Fachraum
Der Fachraum

Perspektiven

Gesellenprüfung
Die Gesellenprüfung Teil 2 findet nach 3,5 Jahren statt - es sei denn, dass gewichtige Gründe für eine Lehrzeitverkürzung- oder Verlängerung sprechen. Bei der Gesellenprüfung Teil 2 wird, wie bereits von der Gesellenprüfung Teil 1 (Zwischenprüfung) bekannt, ein Kundenauftrag vorgegeben, der jetzt jedoch wesentlich komplexer ist. Auch hierbei erfolgt zuerst die theoretische Arbeitsplanung durch den Prüfling und die Zusammenstellung der erforderlichen Materialien  und Werkzeuge. Danach wird der Kundenauftrag wieder in den Räumlichkeiten des Berufskollegs Olsberg praktisch durchgeführt.
Am Ende dieser Prüfung findet ein 10-minütiges Fachgespräch über den durchgeführten Kundenauftrag statt. Die erbrachten Leistungen werden benotet und erscheinen auf dem Gesellenbrief. Neben dem Gesellenbrief erhalten die Schüler das Abschlusszeugnis des Berufskollegs Olsberg. Auf diesem Zeugnis erscheinen dann alle Fächer, die während der 3,5-jährigen Ausbildungszeit unterrichtet wurden, mit den jeweils erbrachten Leistungen.

Mit dem Berufsschulabschluss erwerben Schülerinnen und Schüler den Sekundarabschluss I – Fachoberschulreife -, wenn sie eine Berufsschulabschlussnote von mindestens 3,0 erreichen, die Berufsabschlussprüfung bestanden haben und die für die Fachoberschulreife notwendigen Englischkenntnisse nachweisen. Die obere Schulaufsichtsbehörde kann zulassen, dass an die Stelle von Englisch eine andere Fremdsprache tritt. Anschließend können die Schülerinnen und Schüler die Fachoberschule Klasse 12 besuchen und die Fachhochschulreife erwerben.

Ansprechpartner

Aktivitäten & Besonderheiten

26. Juni 2017:

Besuch der Firma Viessmann mit der SHK3

Das 3. Ausbildungsjahr der Anlagenmechaniker SHK 3 besuchte die Firma Viessmann in Allendorf. Zunächst stand das Thema „smartes Energiemanagement“ auf der Tagesordnung. Unter der Leitung von Herrn Meixner von der Firma Viessmann konnten die Schüler zunächst über Vitoconnect eine Verbindung zwischen Handy und Heizungsanlage herstellen. Verschiedene Apps ermöglichen dann eine Steuerung der Heizungsanlage von jedem Ort aus. Erleichterungen bei der Wartung, der Fehlersuche und der Störungsbehebung sowie der zeitgleichen Bestellung von Ersatzteilen waren für die angehenden Gesellen sehr interessante Neuheiten.

Im hauseigenen Museum konnten die Schüler dann die Entwicklung der Heizungstechnik von der Firmengründung im Jahre 1917 bis in die heutige Zeit anhand von verschiedenen Exponanten erleben.

Nach diesem Ausflug ging es dann Zurück in die Zukunft. Mit dem strategischen Nachhaltigkeitsprojekt „Effizienz Plus“ beweist die Firma Viessmann, dass die energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung für 2050 schon heute erreicht werden können. Herr Arnold stellt hierzu viele interessante und neue Techniken vor. Neben Blockheizkraftwerken und Brennstoffzellenheizungen waren auch Eistanks zum Heizen hier besonders hervorzuheben. Ebenso interessant waren aktuelle Verbesserungen an Solaranlagen, Wärmepumpen und Holzverbrennungsanlagen. Alle Anlagen konnten von den Schülern vor Ort besichtigt werden.

Ein Rundgang durch die Fertigung und eine Besichtigung des Hochregallagers rundeten diesen sehr informativen Tag ab.

Aktivitäten & Besonderheiten
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