Heilerziehungspflege (FSH i und s)

Aufnahmevoraussetzungen für die Fachschule für Heilerziehungspflege

Herzlich willkommen auf der Website der Fachschule für Heilerziehungspflege!

Gerne halten wir im Folgenden wichtige Infos für Interessierte sowie für Bewerberinnen und Bewerber bereit.


Folgende Aufnahmevoraussetzungen bestehen für Fachschulen der Heilerziehungspflege in NRW:

Fachschulen gelten als Einrichtungen der beruflichen Weiterbildung. Hier können die Aufnahmevoraussetzungen durch 3 unterschiedliche Bildungswege erfüllt sein:

  • Durch das Fachabitur (FHR) im Sozial- und Gesundheitswesen: Erwerb in der Fachoberschule (Klassen 11 und 12) oder in der Höheren Berufsfachschule (SGFH). Neben dem vollständigen Teil der schulischen FHR müssen alle erforderlichen Praktika, die zur vollständigen Fachhochschulreife führen, erfüllt sein.
                                                                                                                                               
  • Durch den Mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife) in Verbindung mit einer abgeschlossenen, mindestens zweijährigen Berufsausbildung in einem einschlägigen Bereich, z.B. als Kinderpfleger/in oder als Sozialassistent/in (mit bzw. ohne Schwerpunkt Heilerziehung).
                                                                                                                                                                             
  • Durch die Allgemeine Hochschulreife oder eine nicht einschlägige Berufsausbildung (diese zusammen mit dem Mittleren Schulabschluss) sowie mindestens 900 Arbeitsstunden innerhalb eines Jahres in einer "für den Bildungsgang geeigneten Einrichtung". Diese Arbeitsstunden können auch als Bundesfreiwilligendienst (BufDi) geleistet werden. Welche Einrichtungen hier in Frage kommen, erfahren Sie bei uns gerne durch eine persönliche Beratung!


Um einen Ausbildungsplatz in der integrierten Ausbildungsform der Heilerziehungspflege zu bekommen, benötigen Sie eine Bestätigung der Einrichtung über einen Praktikumsvertrag, der vom August eines Ausbildungsjahres für die Dauer von 36 Monaten abgeschlossen wird. Zu Ausbildungsbeginn muss ein Dienst- , Arbeits- oder Praktikumsvertrag im Umfang von wöchentlich 19,5 Stunden vorliegen.


Ihre Anmeldung erfolgt über das zentrale onlinegestützte Anmeldesystem im Februar eines jeden Jahres (01. Februar bis 08. März) Nachdem die Anmeldung online erfolgt ist, senden Sie den Ausdruck Ihrer Onlineanmeldung und die notwendigen Unterlagen der Schule zu. Eine Abgabe im Schulbüro des Berufskollegs Olsberg ist auch möglich.

Für die Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz sind folgende Unterlagen einzureichen:

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Passbild (Name und Geburtsdatum auf der Rückseite)
  • Beglaubigte Abschrift bzw. Kopie des erforderlichen Bildungsnachweises, FHR, AHR
  • Beglaubigte Abschrift bzw. Kopie des Berufsschulabschlusszeugnisses
  • oder beglaubigte Abschrift bzw. Kopie des Gesellenbriefes
  • Nachweis und Beurteilung über die geleisteten Praxisstunden
  • Die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses ist erforderlich!

Kurzbeschreibung: Berufsbild - Ausbildung

Das Berufsbild:

Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger sehen Menschen mit Handicaps jedweder Art im Focus ihres beruflichen Handelns. So weit wie das Spektrum an Beeinträchtigungen reicht, so breit ist die Auswahl an konkreten Arbeitsplätzen: sie reicht von Wohnheimen und Außenwohngruppen für Menschen mit Behinderung über Kliniken für psychische Erkrankungen aller Facetten, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, integrative Kindergärten,  Reha - Kiniken bis hin zu ambulanten Hilfsdiensten.

Bei letzterem Berufsbild steht Ihnen der Weg in die berufliche Selbstständigkeit offen!

Im Beruf des Heilerziehungspflegers vereinen sich pädagogische und pflegerische Kompetenz, um Menschen mit Behinderung oder psychischen und körperlichen Krankheiten in allen Lebensbereichen zu unterstützen. 


Die Ausbildung:

Auf das Berufsbild aufbauend gestaltet sich die Ausbildung zur Staatlich anerkannten Heilerziehungspflegerin und zum Staatlichen anerkannten Heilerziehungspfleger am Berufskolleg Olsberg folgendermaßen:

Die Ausbildung vermittelt eine pädagogische Qualifikation, die Sie auf die Arbeit in dem facettenreichen Beruf entsprechend seiner Einsatzgebiete vorbereitet. Neben den theoretischen Kenntnissen erwerben Sie praxisnahe Unterrichtsinhalte z. B. in heilerziehungspflegerischen Methoden wie Musik und Rhythmik, Werken und Gestalten, in psychomotrischen sowie gesundheitsorientierten Unterrichtsinhalten.

Der Bereich des Unterrichtes in Gesundheit und Pflege bereitet die Studierenden auf pflegerische wie medizinische Fähigkeiten und Fertigkeiten im Bereich der Grund- und Behandlungspflege vor. Psychiatrische Krankheitsbilder und Möglichkeiten der Intervention und Regulierung werden im Fach Psychiatrie erworben.

Alle theoretischen und praxisorientierten Unterrichtsinhalte werden in verschiedenen Praktika unterschiedlicher Organisationsformen angewendet und vertieft. Für die schulische Ausbildungsform sind ein achtwöchiges pädagogisches Praktikum in der Unterstufe sowie ein achtwöchiges Pflegepraktikum in der Mittelstufe der Ausbildung vorgesehen. Das dritte Ausbildungsjahr gestaltet sich als Berufspraktikum in einer Einrichtung. In der integrierten Ausbildungsform der Heilerziehungspflege (FSH i) verlaufen die Praktika über drei Jahre parallel zu den zwei Schultagen pro Woche. Der Umfang der Praxis beträgt mindestens 19,5 Stunden in der Woche. Die Schultage sind jeweils bis zu zehn Schulstunden lang.

Im Berufsanerkennungsjahr der schulischen Ausbildung sowie in den drei Ausbildungsjahren der integrierten Schulform wird ein Ausbildungsgehalt gezahlt.

Heilerziehungspflege
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Kooperationspartner

Aktueller Stellenmarkt

Stellen im Rahmen der Fachschulausbildung:

Stellen für bereits examinierte Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger:

Fächer / Stundentafel

Stundentafel Unterrichtsstunden


Fachrichtungsübergreifender Lernbereich 400 – 600
Deutsch/Kommunikation 160 – 200
Fremdsprache 80 – 160
Politik/Gesellschaftslehre 80 – 120
Religionslehre 160


Fachrichtungsbezogener Lernbereich 1800 – 2000
Theorie und Praxis der Heilerziehung 540 – 560
Gesundheit/Pflege 540 – 560
Psychiatrie 80 – 120
Organisation/Recht/Verwaltung 80 – 120


Heilerziehungspflegerische Schwerpunkte 400 – 440
Kreativ-musischer Bereich
Sprachlich-kommunikativer Bereich
Gesundheits-bewegungsorientierter Bereich
Organisatorisch-technologischer Bereich


Projektarbeit 160 – 320


Praxis in Einrichtungen der Behindertenhilfe insgesamt 1200


Differenzierungsbereich 0 – 200


Insgesamt theoretischer Teil der Fachschulausbildung mindestens 2400


Begleitender Unterricht im Berufspraktikum 160 – 200
Heilerziehungspflege
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Wo werde ich später eingesetzt?

Perspektiven

Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger kommen zum Einsatz bei Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Beschäftigungssystemen:

Wohnen
Hier müssen die individuellen Bedürfnisse der Bewohner erkannt und in die Gestaltung der Gruppenaktivitäten mit einbezogen werden. Im Zuge der Umsetzung des neuen Bundesteilhabegesetztes (BTHG) wird eine europäische Verordnung über den Bund sowie die Länderebenen den bisherigen  Bereich des stationären Wohnens neu beschreiben, und Heilerziehungspfleger werden auch als Teilhabeberater und - begleiter bei der Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung innovative berufliche Facetten bedienen. Das erfordert insgesamt die Fähigkeit zur Teamarbeit, die Zusammenarbeit mit Trägern von Einrichtungen und die Beratung von Familien.

Bildung
Menschen mit Behinderungen erhalten Bildungsangebote zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in unterschiedlichen Institutionen wie z.B. in integrativen Kindergärten, Tagesstätten, Tagesförderstätten oder Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger kooperieren mit anderen Diensten (Medizin/Therapie/Schule), unterstützen diese und beraten Eltern. 

Arbeit
In der Werkstatt für Menschen mit Behinderung vermitteln Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger im Arbeitstrainings- und Ausbildungsbereich Arbeitstechniken. Sie erfassen und fördern individuelle Interessen und Begabungen.

Im Produktionsbereich beobachten und entscheiden sie gemeinsam mit anderen Diensten, ob bzw. in welchem Bereich der Produktion der Mensch mit Behinderung die Arbeit aufnimmt.

Freizeit
Sind Menschen auf Grund ihrer Behinderung in der Gestaltung ihrer Freizeit eingeschränkt, werden Hilfen angeboten. In unterschied-lichen Beschäftigungssystemen helfen Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger bei der Freizeitgestaltung mit. Sie gestalten mehr oder weniger inhaltlich und strukturell definierte Freizeitangebote. Sie bieten mit anderen Freizeitpädagogen Möglichkeiten des zwanglosen Beisammenseins oder gezielte Aktivitäten unterschiedlicher Inhalte an.

Darüber hinaus begleiten sie Menschen mit Handicap auf Ferienfreizeiten und Ausflügen.

Wie kann ich mich weiterbilden?

Der mit der abgeschlossenen Berufsausbildung zur Heilerziehungspflegerin bzw. zum Heilerziehungspfleger verbundene Erwerb der Fachhochschulreife berechtigt zum Studium an Fachhochschulen. Mit Absolvierung der Klasse 13 kann die Allgemeine Hochschulreife erworben werden.
Um z. B. eine leitende Funktion in einem Wohnheim zu besetzen, gibt es die Möglichkeit, den Aufbaubildungsgang Sozialmanagement zu besuchen.

Wie hoch wird mein Verdienst sein?

Die Vergütung erfolgt nach TVöD. In der Regel gelten tarifliche Vereinbarungen bereits beim Absolvieren des dritten Ausbildungsjahres, dem Berufspraktikum. Sofern Sie sich für die integrierte Ausbildungsform der Heilerziehungspflege entscheiden, gilt bei vielen Trägern der Praxisstellen eine tarifliche Vergütung, die nach Ausbildungsjahren gestaffelt ist. 

Ansprechpartner

Werner Rittmann (Anlagenkoordinator der Fachschule) oder 

Susanne Sauerland-Witteler (Bildungsgangverantwortliche der Fachschule Heilerziehungspflege) 

0291 94-5200

writtmann@berufskolleg-olsberg.de

ssauerland-witteler@berufskolleg-olsberg.de

Aktivitäten & Besonderheiten

Die Lehrerinnen und Lehrer der Fachschule für Heilerziehungspflege am Berufskolleg in Olsberg haben im Laufe der Jahre zusammen mit den Studierenden des Bildungsganges viele spezielle Aktivitäten und Besonderheiten entwickelt, die das Profil unserer Fachschule herausstellen:

Seminare im Klassenverband – aber außerhalb der Schule und zur zeitlichen Einheit zusammengefasst: Einführungs- und Kennenlernseminare, die kurzweilig und eindrucksvoll für die Studierenden der neuen Klassen sind und abends immer ein              "Open End" bereithalten!

Ein Intensivkurs im Bereich des Faches Pharmakologie, außerhalb der Schule, zu den Psychopharmaka hinsichtlich Wirkungen – Nebenwirkungen – Wechselwirkungen und Missbrauch der Medikamente.

Das Trauer- und Sterbebegleitseminar als intensive Lebenserfahrung. Der Sterbeprozess eines Bewohners in einer Einrichtung stellt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor besondere persönliche und dienstliche Herausforderungen. Diese werden hier eindrucksvoll vorweggenommen und in Gemeinschaft ausgetauscht. Bestattungsunternehmer wie Mitarbeiter von Hospizen kommen zu Wort.

Berufskundliche Exkursionen: Im Kontext des Unterrichts im Fach Recht, Psychiatrie und Theorie und Praxis der Heilerziehungspflege: Besuche von Justizbehörden, JVA und der Forensischen Klinik Eickelborn sowie dem Therapiezentrum Marsberg, der von Bodelschwinghsche Stiftung Bethel in Bielefeld und des PIKSL – Labors.

Besuch der REHACARE Messe für Menschen mit Behinderung in Sachen Rehabilitation, Pflege, Prävention, Inklusion in Düsseldorf.

Besuch des "Museum Anatomicum" - das Medizin-historische Museum der Philipps Universität in Marburg.

Projekte im Rahmen von Lernsituationen und Fächern, z.B. im Fach Gesundheitslehre das Sezieren von Tierorganen, Blutgruppenbestimmung und im Fach Pflege Übungen zur Basalen Stimulation® sowie Angebote zu Wickeln und Auflagen uvm., im Kontext der Fächer Musik und Sprache/Kommunikation ein Trommelworkshop.

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